Die Talsperre Spremberg


 

 

Spremberger Staussee bei Cottbus

Die Talsperre von Süd nach Nord

Die Talsperre Spremberg, auch Spremberger Stausee genannt, liegt zwischen Cottbus und Spremberg als Aufstauung der Spree und bildet mit den umliegenden Landschaften das Naturschutzgebiet Talsperre Spremberg. Diese Talsperre, ein Staudamm aus Erdstoffen, ist die einzige Talsperre in Brandenburg, die als „große Talsperre“ gilt und die flächenmäßig viertgrößte Talsperre in Deutschland. Ihre Aufgaben sind Brauchwasserversorgung, Hochwasserschutz, Niedrigwasseraufhöhung und Naherholung. Die Inbetriebnahme war am 8. Oktober 1965. Besonders bekannt ist der Stausee bei Anglern. Durch die Aufstauung der Spree konnte sich hier ein unglaublich große Fischfielfalt entwickeln, weshalb der See bei Anglern überaus beliebt ist.

 

 

 

 

Geschichtliches

 

Der Steg in Bagenz bei Niedrigwasser

Der Steg in Bagenz bei Niedrigwasser

Seit Jahrhunderten schon wurde der Spreewald regelmäßig von Hochwasser heimgesucht, welches die Spree mit sich brachte. Die folge waren häufige Ernteausfälle der Bauern in der Region Cottbus und dem Spreewald. Nachdem die Spree zwischen 1897 und 1933 124-mal über die Ufer getreten war, began man bereits in den 1920er Jahren mit Überlegungen zu einem Hochwasserschutz für den Ober- und Unterspreewald. Problematisch für einen Talsperrenbau in der Niederlausitz waren die hiesigen topographischen und geologischen Verhältnisse sowie die schwierige geographische Lage.

Erst in den 1950er Jahren wurde dann eine Flachlandtalsperre geplant, die neben dem Hochwasserschutz für den Spreewald auch einer Brauchwasserversorgung der Braunkohlekraftwerke diente. Die in den Jahren 1958 bis 1965 errichtete Talsperre stellt zusammen mit den Talsperren Quitzdorf und Bautzen eine Pionierleistung dar. Dabei wurde der kleine Ort Neumühle in der Gemarkung Bräsinchen (Gemeinde Neuhausen/Spree) überstaut. Die Staumauer innerhalb des 3,7 km langen Staudammes ist bei einer Kronenhöhe von 20 m 2,2 km lang. Der Stausee ist 7 km lang und hat ein Fassungsvermögen von 42,7 Mio. m³.

 

 

Erholungsgebiet

 

Der Nordstrand mit Blick auf die Staumauer

Der Nordstrand mit Blick auf die Staumauer

Seit 2005 wird die Talsperre bei laufendem Betrieb generalsaniert. Von 2011 bis Ende 2013 wurden die in der dem Stausee vorgelagerten Vorsperre Bühlow abgelagerten Sedimente ausgebaggert. Die Sanierungsarbeiten sollen bis 2016 andauern und insgesamt 15 Millionen Euro kosten.  Die Talsperre Spremberg hat sich zu einem beliebten Erholungsgebiet besonders für Nahtouristen aus Cottbus und Sachsen entwickelt. Drei Badestrände befinden sich auf der Seite von Bagenz und der von Klein Döbbern. Camping ist an beiden Plätzen möglich. Ein gut ausgebauter und auch bei Skatern beliebter Rad- und Wanderweg führt unmittelbar um den See herum.

 

 

Aktivitäten

 

Der Südstrand

Der Südstrand

Der See bietet aber auch viele andere Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Beispielsweise findet man eine Minigolfanlage, einen Kletterpark, sowie einen großen Holzspielplatz und ein Volleyballfeld für Aktivitäten am Südstrand auf der Cottbusser Seite der Talsperre. Für Skater dürfte der asphaltierter Weg, der sich um den gesamten See erstreck, besonders interssant sein.